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Neujahrsvorsätze für Eltern – Zwischen guten Absichten und Alltag mit kaltem Kaffee

Neues Jahr, neues Glück – oder zumindest ein neuer Kalender mit schönen Vorsätzen.
Wir alle kennen sie: Diese Liste im Kopf oder im Notizbuch, irgendwo zwischen „mehr Sport“, „gesünder essen“ und „nicht mehr so oft ans Handy gehen“.

Und dann kommt der Alltag.
Das Kind hat Fieber, der Wäscheberg wächst, der Terminkalender platzt – und plötzlich fühlt sich der 2. Januar schon wieder an wie der 2. November.

Die Tradition der Vorsätze

Neujahrsvorsätze sind eine uralte Tradition. Schon die alten Römer versprachen zu Jahresbeginn ihrem Gott Janus (ja, daher kommt der Januar!) Besserung und Veränderung.
Heute versprechen wir das eher uns selbst – oder, wenn wir Eltern sind, auch ein bisschen unseren Kindern.

Aber seien wir ehrlich: Es ist gar nicht so leicht, die eigenen Ansprüche an das Familienleben in den turbulenten Alltag zu integrieren.
Denn Elternsein ist kein lineares Projekt mit Plan und Fortschrittsbalken – es ist eher eine Mischung aus Improvisation, Liebe und einem Hauch Chaos.

Typische Vorsätze von Eltern

Wenn Eltern sich Neujahrsvorsätze machen, klingen die oft so:

  • Ich möchte geduldiger sein. (Vor allem beim Zähneputzen, Anziehen und Hausaufgabenmachen.)

  • Ich will mehr Zeit wirklich mit meinen Kindern verbringen – nicht nur nebenbei.

  • Ich schalte das Handy öfter weg.

  • Ich nehme mir auch Zeit für mich, ohne schlechtes Gewissen.

  • Ich möchte weniger schreien und mehr zuhören.

  • Wir wollen als Familie achtsamer leben.

Alle wunderbar – und alle auf ihre Weise anspruchsvoll. Denn jeder dieser Vorsätze verlangt etwas, das im Familienalltag rar ist: Zeit, Ruhe und Selbstmitgefühl.

Warum das Einhalten so schwerfällt

Der Hauptgrund ist simpel: Das Leben mit Kindern hält sich nicht an Vorsätze.
Man kann nicht planen, wann die Kita anruft, wann jemand krank wird oder wann man einfach zu müde ist, um „achtsam“ zu sein.

Vorsätze scheitern nicht, weil wir zu schwach sind – sondern weil wir zu viel wollen.
Eltern sind Meister*innen darin, alle Bedürfnisse außer die eigenen ernst zu nehmen. Und dann wundern wir uns, wenn die Kraft fehlt, um dauerhaft neue Gewohnheiten zu halten.

Vielleicht geht es gar nicht um Vorsätze

Vielleicht sollten wir uns dieses Jahr nicht „mehr vornehmen“, sondern weniger verlangen.
Weniger Perfektion, weniger Selbstkritik, weniger Druck.
Stattdessen: kleine, echte Momente schaffen, die zählen.

Vielleicht ist der beste Vorsatz:

„Ich will meine Familie lieben, auch wenn nicht alles perfekt läuft – und mich selbst gleich dazu.“

Denn Kinder brauchen keine perfekten Eltern, sondern präsente, echte und liebevolle.

Fazit

Neujahrsvorsätze können inspirieren – aber sie sollten kein Maßstab für Erfolg sein.
Das neue Jahr ist keine Prüfung, sondern eine Einladung: innezuhalten, neu zu denken und freundlich mit sich selbst umzugehen.

Und wenn es am Ende des Jahres nur ein Vorsatz war, der blieb, dann vielleicht dieser:

Ich mache weiter. Mit Herz, Humor und unperfekter Liebe.

FROHES NEUES JAHR!

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